Wie steht es um die Zukunft der Abgeltungssteuer?

Im Superwahljahr 2017 wird diese Pauschalsteuer immer wieder einmal ins Gespräch gebracht und als „nicht fair“ tituliert. Zuletzt hat sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble entgegen vorheriger Meinungsäußerungen im Wesentlichen für den Fortbestand der Steuer ausgesprochen. Im Februar etwa hatte sich die Mehrheit der Länder-Finanzminister für eine Abschaffung der Abgeltungsteuer und die Rückkehr zu einer Besteuerung der Kapitalerträge mit dem persönlichen Steuersatz ausgesprochen. Nach Information der Börsen-Zeitung (BöZ) hat vor ein paar Tagen die rot-rot-grüne Landesregierung in Brandenburg einen Antrag im Bundestag auf Abschaffung eingereicht.

Was sind die Argumente für die Beibehaltung oder die Abschaffung?
Die Abgeltungsteuer-Gegner argumentieren gerne damit, „dass die rechtliche Basis, auf der die Abgeltungsteuer eingeführt worden war, weggefallen sei. Die Pauschalsteuer sollte dazu dienen, vermögende Anleger mit hohen persönlichen Einkommensteuersätzen aus Steuerparadiesen zurück nach Deutschland zu locken“, so ein Nachrichtenbeitrag in der Fachplattform FondsProfessionell. Inzwischen haben sich nach deren Recherche viele Staaten auf einen automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten und Steuerdaten geeinigt. Die Abgeltungsteuer als Mittel gegen grenzüberschreitende Steuerhinterziehung sei daher obsolet, so der Artikel weiter.

Laut FondsProfessionell führen die Befürworter der Steuer dagegen an, dass die Qualität des Datenaustauschs nicht so gut sei. Daher sei es fraglich, ob die Kapitalerträge auch korrekt besteuert werden können. Die Einfachheit des Systems der Abgeltungssteuer sei zudem ein Argument, die Steuer zu belassen.

Für uns im Beratungsalltag würde eine Umstellung natürlich einen klaren Beratungsauftrag bedeuten – daher haben wir für Sie dieses Thema kontinuierlich um Blick und werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten in Bezug auf die möglichen Auswirkungen für Investmentkunden.

2017-05-17T08:40:05+00:00